Bei euch ist gerade Land unter? Ihr seid total genervt voneinander? Ihr könnt euch nicht mehr sehen? Schmerz? Enttäuschung? Frust? Wut? Trennungsgelüste? Nix mehr zu retten?
Wir sind selbst ein Paar, wir kennen diese Momente bestens. Auch unsere Beziehung hat sich schon gefühlte hunderte Male aus der Asche wie ein Phoenix erhoben, um in vorher nie gekannte Höhen zu fliegen. All die Tools, die wir hier im Coaching zum Einsatz bringen, sind langjährig erprobt und von uns für hilfreich befunden.
Und so fangen wir doch am besten gleich mit dem Coaching an: Wir spulen den Film eures gemeinsamen Beziehungslebens mal zurück zum Anfang. Irgendwann habt ihr euch entschieden, ein Paar zu sein. Gratulation! Auch wenn dieser Moment vielleicht schon Jahrzehnte zurückliegt, und ihr jetzt gerade ungern daran erinnert werdet, so gab es doch diesen Moment, an dem ihr euch füreinander entschieden habt. Irgendwann gab es dieses große, fette JAAAAAA.
Wo und wann war das? Erlebe diesen Moment jetzt mit all deinen Sinnen noch einmal (jede/r von euch für sich). Was hast du damals gedacht, gesehen, gerochen, gefühlt, geschmeckt? Welche Vision hattest du? Wovon warst du begeistert? Was war der Grund für deine Entscheidung?
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So oder so ähnlich werden wir euch mit gezielten Fragen und vielen anderen Tools auf eurem Weg begleiten. Wir werden euch dazu ermutigen, aus vielen höchst ungewohnten Perspektiven auf eure Beziehung zu schauen und dadurch Ressourcen zu aktivieren und neue Handlungsoptionen zu finden. Aber jetzt möchten wir erst einmal noch ein wenig über die Rahmenbedingungen sprechen, unter denen sich heutzutage Paare finden, verlieben und vielleicht auch wieder trennen – denn auch das kann zu interessanten Einsichten führen.
Postmoderne Beziehungszeiten
Heutzutage bestimmen glücklicherweise keine ökonomischen Zwänge mehr unsere Beziehungen. Es gibt auch keine Religion, kein Gesetz, keine irgendwie geartete Anweisung, die uns dazu zwingen könnte, eine Beziehung zu führen. Mann und Frau sind, zumindest theoretisch, vor dem Gesetz gleichgestellt.
Wir können uns ebenso für eine lebenslange Ehe entscheiden wie für einen Lebensabschnittsgefährten, eine Fernbeziehung führen, eine offene Beziehung, ein polyamores Beziehungsgeflecht knüpfen oder einfach nur drei Liebhaber haben, die nichts voneinander wissen. Wir können auch jenseits von allen bekannten Beziehungsmodellen unser eigenes Modell finden, welches von allem ein bisschen hat. Oder wir entscheiden uns für ein gänzlich beziehungsfreies Leben.
Beziehungskulturen im Wandel
Die veränderten Beziehungskulturen unserer Zeit sind Ausdruck des Wertewandels unserer Gesellschaft. Waren früher, und teilweise noch heute, eher Pflicht- und Akzeptanzwerte in der Gesellschaft vorherrschend, und damit auch in der Paarbeziehung bestimmend, so bewegen wir uns heute hin zu einer Freiheits- und Selbstentfaltungsgesellschaft.
Heute spiegeln Werte wie Freiheit, Selbstverwirklichung, Individualität, Autonomie und Emanzipation, Genuss und Abwechselung unsere tiefen Bedürfnisse. Und dennoch sind wir genauso auf der Suche nach Bindungen wie unsere Vorfahren. Nur wie definieren wir unsere Bindungen? Was hält sie zusammen? Was bedeutet es wirklich, in einer Beziehung zu leben? Wie beziehe ich mich? Wir wollen Teil eines größeren Ganzen sein und dennoch ganz und gar individuell.
Früher waren wir allein zu Hause, wenn wir keinen Partner und keine Familie hatten, heute sind wir vernetzt, ständig im Austausch über E-Mail, diverse Messenger oder Facebook. Beziehungen und Einsamkeit sind damit zu viel komplexeren Begriffen geworden als früher.
Im weiten Spannungsfeld zwischen Anpassung und Selbstbehauptung, zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und der Sehnsucht nach Bindung, der Sehnsucht nach sinnhaftem und hedonistischen Genuss finden unsere Beziehungen statt. Wir begleiten euch im Coaching dabei, euer ganz eigenes individuelles Gleichgewicht zu finden.
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Die Liebe optimieren
Ein Aspekt des Wertewandels in unserer Gesellschaft ist es, dass wir jederzeit die Wahl haben, aus z.B. 160 Sorten Ketchup wirklich die allerbeste Sorte für uns herauszufinden. Da ist natürlich viel Testen nötig, aber auch genaues Hinschmecken und ein gründliches Studium der Inhaltsstoffe, um nun auch wirklich das Allerbeste zu finden. Und so ist der Anspruch, den wir an unser Leben und auch an unsere Partnerschaft haben, einfach verdammt hoch.
So sehr wir unser Konsumleben optimieren können – indem wir einfach das Richtige kaufen – so sehr behindern Perfektionismus und Optimierungswahn unsere Liebesbeziehungen. „Vermutlich würden viele Paare zufriedener in ihren Beziehungen leben, wenn sie ihre Vorstellungen von wahrer Liebe und ihre Maßstäbe an das Glück überdenken würden“ schreibt Roland Weber in seinem Buch „Navigieren auf Sichtweise – Prozessteuerung in der Paartherapie“. Die hohen Qualitätsansprüche, die wir heute an alles haben, sind besonders dort problematisch, wo es um Nicht-Käufliches geht: die Liebe.
Wir suchen den absolut perfekten Partner, weil ja heute alles perfekt sein kann und irgendwie auch perfekt sein MUSS. Hinzu kommt, dass die Konsumindustrie uns dahingehend erziehen möchte, dass alles, was wir kaufen, von kurzer Lebensdauer ist, schnell veraltet und dass es wichtig ist, immer up to date zu sein und den neuesten Standard zu besitzen. Und so tendieren wir auch dazu, uns immer wieder zu fragen, ob der Partner, den wir uns da vor zwei Jahren zugelegt haben, noch unserem heutigen Standard entspricht.
Die gute Nachricht dabei ist, dass das Wild Life Tantra Institut diverse Updates, neue Features und Bugfixes für veraltete Partner/innen anbietet 😉
Sicherlich können wir heute vieles dazu tun, dass unsere Beziehung gelingt. Aber Liebe passiert, entsteht aus dem Loslassen, aus dem Sich-einlassen, aus dem offenen Herzen und dem hingebungsvollen Geist.
Sich selbst durch die Beziehung begegnen
Wenn wir aber dann wirklich loslassen und uns auf die Beziehung einlassen, uns der Liebe überlassen, wenn wir unser Herz öffnen, dann öffnen wir es für alles. Und möglicherweise nehmen wir nicht nur die entstehende Liebe wahr, sondern es tauchen auch jede Menge Monster und Dämonen aus den Tiefen unserer Seele auf. Wenn das bei euch passiert ist – Gratulation! Es bedeutet, dass ihr euch wirklich aufeinander eingelassen habt.
Wenn wir tief mit einem anderen Menschen verbunden sind, werden sämtliche bisherigen Beziehungserfahrungen wachgerufen, auch die aus ferner Vergangenheit: Wie ist unsere Bindungsgeschichte? Haben unsere Eltern uns eine positive Bindungserfahrung vorgelebt? Wie gestaltete sich die Eltern-Kind-Bindung? Haben sie dich in der Zeit gehalten und geliebt, als du Bindung brauchtest? Haben sie dich liebevoll freigelassen, als du Autonomie suchtest? Wenn du oder ihr tiefer an euren gelernten Beziehungsprogrammen arbeiten wollt, und eure Bindungsgeschichte aufarbeiten wollt, empfehlen wir eine Paartherapie. Wir arbeiten dabei mit dem Gespräch, dem Körper und dem Atem.
Kommunikation als zentrales Element der modernen Paarbeziehung
Unser Basistool für eine gelungene Beziehung ist eine gelungene Kommunikation zwischen den Partnern. Darauf legen wir im Coaching ganz besonderen Wert. Das einfachste und wichtigste Element ist dabei das Zwiegespräch: Das ist ein Gespräch der beiden Partner nach einfachen Regeln. Dabei sprechen wir nicht über die Arbeit, über die Kinder oder übers Essen, sondern über uns selbst.Wir teilen uns authentisch mit dem mit, was uns bewegt. Der Partner hört einfach nur zu. Nach einer bestimmten Zeit wird das Gehörte gespiegelt, das Gespiegelte wird abgesegnet und die Rollen werden getauscht.
Aus gelungener Kommunikation entsteht Liebe
Wie aus gelungener Kommunikation Verständnis, ja sogar Liebe und Begehren entsteht, kann man sehr gut im August 2018 erschienenen deutschen Film des österreichischen Regisseurs Hans Weingartner „303“ sehen. Jan und Julia lernen sich beim Trampen kennen. Jule ist mit dem Wohnmobil auf dem Weg zu ihrem Freund nach Spanien, Jan will seinen unbekannten Vater treffen. Im Laufe der Fahrt reden sie über Gott und die Welt, sie zeigen sich authentisch mit ihren Meinungen, Vorlieben und Abneigungen. Sie trauen sich, unliebsam zu sein und hauen dem anderen manchmal auch brutal die eigene Wahrheit um die Ohren. Sie beschönigen nichts. Sie geben nicht nach, wenn es nichts nachzugeben gibt, und sie lenken ein, wenn sie genügend über die Meinung des anderen nachgedacht haben und ihm aus ihrem Herzen heraus zustimmen können. Sie zwingen dem anderen ihre Meinung aber auch nicht auf, aber wenn der andere gerade auf einem anderen Planeten zu leben scheint, so geben sie dem auch authentisch Ausdruck. Und so nimmt die Liebe ihren Lauf.
Vom Hormonorgasmus zu den verschiedenen Planeten
Wenn wir eine Beziehung mit einem anderen Menschen beginnen, sehen wir ihn durch die rosarote Brille des Verliebtseins. Die berühmten Schmetterlinge im Bauch sorgen dafür, dass uns weder die schmutzigen Socken noch der große Schuldenberg oder die drei schwierigen und gerade pubertierenden Kinder wirklich stören. Irgendwann kommt dann das berühmte Erwachen. Wir stellen fest, das wir eigentlich auf verschiedenen Planeten leben, und eigentlich so völlig anders sind. Und meistens sind wir natürlich richtig, und der Partner sollte sich irgendwie ändern. Wenn wir jetzt beginnen, allein Recht haben zu wollen, stürzen wir uns in den meisten Fällen in eine tiefe Beziehungskrise.
Mars und Venus in der Beziehungsprobe
Die Andersartigkeit unserer Geschlechter macht es uns an dieser Stelle nicht leichter. Wie die amerikanische Soziologin Deborah Tannen schreibt: „Wenn wir Unterschiede in dem was ich Gesprächsstil nenne, verstehen, sind wir vielleicht noch immer nicht in der Lage, die Entstehung von Meinungsverschiedenheiten zu verhindern, aber wir haben eine größere Chance zu vermeiden, dass sie außer Kontrolle geraten. Wenn ernsthafte Kommunikationsversuche in einer Sackgasse enden und ein geliebter Partner irrational und stur zu sein scheint, können die verschiedenen Sprachen, die Frauen und Männer sprechen, die Grundlage unseres Lebens erschüttern. Zu verstehen, wie der andere redet, ist ein Riesensprung hinweg über den Graben, der die Verständigung zwischen Frauen und Männern so schwierig macht, und ein Riesenschritt hin zur Eröffnung von Kommunikationswegen.“
Unser tantrischer Ansatz: Ja zum Jetzt
Ja sagen zu dem, was ist. Und nicht nur so tun, als ob. Wirklich das andere, das Fremde, das Furchterregende, das Schreckliche, das völlig Irrationale, das einfach nur Krasse bejahen. Es ist, wie es ist. Natürlich ohne unsere eigene Meinung zu verlieren. Und dass der andere anders ist, in diesem Moment, an dieser Stelle, ist auch keine Dualität. Er ist einfach nur anders. Und das ist genauso in Ordnung, wie es ist.
Wir sind gerade einfach anders. Mars und Venus sind ja noch ein Katzensprung. Vielleicht leben wir gerade wirklich in unterschiedlichen Galaxien. Wir verwenden im Coaching viel Zeit darauf, die Andersartigkeit des anderen wirklich akzeptieren zu lernen. Das ist eine letztendlich meditative Aufgabe, die viel Hingabe verlangt. Sie ermöglicht es aber auch, über den eigenen Tellerrand zu schauen, die Diktatur der eigenen Meinung loszulassen und einen heilsamen und befreienden Perspektivwechsel vorzunehmen.
Räume für Begegnung schaffen
Das nächste wichtige Element ist, sich in einer Paarbeziehung Räume für Begegnung zu schaffen. Begegnung, die jenseits vom Alltagsstress und den vielen Verpflichtungen stattfindet. Untersuchungen haben herausgefunden, dass selbst 90 Sekunden Augenkontakt an einem Tag eine Beziehung nachweislich verändern. Augenkontakt schafft Intimität, wie mittlerweile viele wissenschaftliche Untersuchungen herausgefunden haben. Dies bedeutet auch, dass wir der Beziehung Zeit und Energie schenken.
Wenn wir eine Fremdsprache oder ein Instrument lernen, erscheint es uns selbstverständlich, dass wir dem Üben, dem Training, sehr viel Zeit widmen. Nur Beziehungen zu leben, das sollen wir so einfach können? Manchmal ist es hier wichtig, mit alten Glaubenssätzen zu brechen oder Meinungen, die irgendwie in unserer Gesellschaft kursieren: eine Beziehung, ja, die soll Spaß machen, deswegen sind wir ja zusammen. Dass eine Beziehung Arbeit sein könnte, eben „Beziehungsarbeit“, wollen wir oft nicht akzeptieren. Viele glauben dann lieber, dass der Partner eben falsch ist. Aber keine Sorge, es darf auch Spaß machen!
Sexualität
Und das vierte und letzte wichtige Element, welches sich aus dem dritten ergibt, ist gelebte, genussvolle, verbindende und befriedigende Intimität und Sexualität. Da gibt es so unwahrscheinlich viele wunderbare Spielarten, ob ihr euch nun tantrisch als Shiva & Shakti begegnet, einfach nur faul miteinander kuschelt oder euch einen Kick auf der nächsten BDSM-Party holt, alles ist möglich. Und gleichzeitig ist dies auch der Bereich in einer Beziehung, wo wir oft am verletzlichsten sind. Gerne finden wir mit euch zusammen heraus, was ihr wirklich braucht und was euch restlos glücklich macht. Alte, einengende Glaubenssätze im Bezug auf Lust und Sexualität können wir im Coaching auflösen. Auch schwierige Themen wie Frigidität, vorzeitiger Orgasmus oder Impotenz sind für ein Paarcoaching geeignet.
Alles klar? Na dann ran an die Tasten. Wir sind am besten telefonisch zu erreichen, oder per Mail. Falls dein Partner oder deine Partnerin noch nicht mitzieht, kannst du auch gern zu einem Einzelcoaching zu uns kommen.
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Wir freuen uns, dich und euch zu begleiten.
Tandana & Chono
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Der Beitrag Paarcoaching – gelungene Kommunikation und erfüllte Sexualität erschien zuerst auf Wild Life Coaching.
Quelle: Paarcoaching – gelungene Kommunikation und erfüllte Sexualität
Nachdem ich letzten Montag
Seine Methode hat David über viele Jahre selbst entwickelt. „Most of it is MSU, which basically means ‚made shit up'“. Sie wurzelt in der hawaiianischen Tiefenmassage, dem Daoismus, Tantra und TCM, gewürzt mit Inspirationen und Gebeten aus seiner Ausbildung in der traditionellen hawaiianischen Medizin.
Sie beginnt mit einem kleinen, verbalen Austausch über Ängste, Grenzen und Wünsche gefolgt davon, dass man mit reichlich Öl und einem Pinsel gemeinsam Intentionen auf die Massagebank schreibt und es mit vier Händen auf selbiger verteilt. Genau wie bei der Tantramassge, ist die Rivers Of Love dadurch geprägt, dass ein Partner voll und ganz im Geben und der andere ebenso im Empfangen ist. Eine einseitige Session nimmt dabei in seiner gebührenden Langsamkeit und Tiefe zwei bis drei Stunden Zeit in Anspruch.
Zuerst lernten wir, wie der Mann die Frau verwöhnen möge, wobei das ganze Ritual stets dem Prinzip „Circling in for landing“ folgt, dass heißt, ähnlich wie bei der Tantramassage wird die Yoni erst nach einer langen und hingebungsvollen, öffnenden Körpermassage berührt und nachhaltig beglückt. Als es jedoch anschließend darum ging, den Mann zu verwöhnen, staunten wir alle nicht schlecht, als es hieß: „The introductional Ritual is pretty much the same, but as soon as you start touching him, the first thing you do is to put one of your hands on his Lingam and start to stimulate him.“
Ich war so glücklich! Ich fühlte mich als männliches, sexuelles Wesen in einer völlig neuen, angemessenen Weise wahrgenommen und gewertschätzt. Gut, ich möchte einräumen, ich hatte mich weder mit hawaiianischen Massagen noch mit dem Daoismus bislang eingehender beschäftigt, und vielleicht ist es einfach dieser Bildungslücke geschuldet, aber ich glaube wir alle empfanden diesen Ansatz als radikal und im Kontext unseres tantrischen Paradigmas fast als Sakrileg. David hatte mit einem Tabu gebrochen.
Tatsächlich habe ich mich selbst oft dabei ertappt, dass ich mich selbst dafür verurteilt habe, dass ich in langen, erotischen Begegnungen von so einer Ungeduld heimgesucht werde, wann’s denn jetzt endlich zur Sache geht, wann ich endlich die ersehnte, intime Berührung erfahren darf. Ich weiß auch, dass ich damit nicht allein dastehe, denn ich habe es regelmäßig erlebt, dass derartige Schuldgefühle in Shivazirkeln ein verbreitetes Thema sind. Jetzt verspüre ich Wut angesichts dieser Ungerechtigkeit, dieser Geringschätzung unserer heiligen Natur, unserer Manneskraft.
Das Verständnis der Grundprinzipien der Rivers Of Love haben aber bei uns ganz logisch dazu geführt, dass sie mich nun von Anfang an am Lingam berühren kann, und klar ist, dass ich mir mit ihrer Yoni im Gegensatz dazu trotzdem ganz viel Zeit lasse. Sie braucht jetzt keine „Angst“ mehr zu haben, dass wenn Sie damit anfängt, ich mich sofort aufgefordert fühlen könnte mich wohlwollüstig auf ihre Yoni zu stürzen. Ich muss umgekehrt nicht mehr fordernd in ihr allerheiligstes einmarschieren, in der Hoffnung sie zu der Berührung zu motivieren nach der ich mich sehne. Wir verstehen die Natur des anderen jetzt viel besser, was hat die Dinge wirklich ungemein entspannt hat.
So sehr ich das Tantra im ganzen und dessen sexuelle Aspekte im speziellen liebe, und so sehr es nach wie vor für mich die zentrale Ideenwelt meines Leben ist, soweit ich es als mittelgereifter, mitteleuropäischer Mann im Jahre 2016 überhaupt erfassen kann; ich sehe an dieser Stelle was es ausmacht, dass das Tantra,
Wir waren
Was ist passiert? Nach reichlich Tränen, Dramen, Frustrationen und den daraus folgenden, sehr effektiven Zwiegesprächen sind wir dem Raben auf die Schliche gekommen.
, rückblickend sieht das vielleicht nach einem simplen und leicht lösbaren Konflikt aus, aber dazu kam, dass wir beide mit großen Erwartungen angereist waren. Wir wollten es unbedingt gemeinsam und in Harmonie durchleben und hatten nicht damit gerechnet, dass das Bedürfnis auf jeder Seite ganz in der eigengeschlechtlichen Energie zu sein und zu agieren so stark und gegenläufig sein würde.
klingt schon irgendwie abgedroschen, aber ich würde sagen: Zum einen, sich immer wieder klar zu machen, dass wir glücklicherweise alle „nur“ Menschen, und eben auch Männer und Frauen sind, und in Wertschätzung unserer Menschlichkeit dürfen wir ihr auch ihren Schatten verzeihen – vor allem im dunklen Wald. Einer dieser Schatten ist, dass auch der aufrichtige Wunsch, sich auf Grund von erarbeiteten Erkenntnissen weiser zu verhalten, uns aus guten Gründen in seiner Durchführung oft überfordert. Und in diesem Fall fast noch wichtiger: Dasselbe gilt auch für die Männlichkeit und die Weiblichkeit.
Liebe Frauen, liebe Männer,
Ich möchte darum ein paar tantrische Geheimnisse ausplaudern, die für die Eine oder den Anderen von euch sicherlich ein neues Licht auf die Sache werfen. Ich teile hier mein Wissen aus jahrelanger Übung und Praxis, nachdem viele Männer und auch Frauen mich darum gebeten haben. Tatsächlich ist aber das meiste, was ich hier für Männer aufgeschrieben habe, für Frauen ebenso hilfreich, um ihre sexuelle Ekstase zu vertiefen und zu erweitern. In jedem Fall aber sollte sie den Text auch lesen, um ihn richtig unterstützen zu können.
Sommerlich-fröhliche Familienwandertage zu steinernen Riesen mit einem Mäntelchen aus Eis und Schnee. Wir wandern auf einen Dreitausender in den Alpen. In den Tagen vor dem Ausflug planen wir viel. Wir suchen die richtige Route zum Aufstieg, organisieren die Anreise, packen Sonnenhut, Regenkleidung, Sonnencreme und vieles mehr in den Rucksack. Wir machen uns viele Gedanken über alle Eventualitäten, checken den Wetterbericht, die Bahnverbindung oder die Staumeldungen. Wir wollen gut vorbereitet sein und natürlich rechtzeitig auf den Berggipfel gelangen. Wir wollen, dass der Ausflug gelingt.
Soweit, so gut, der Berg steht natürlich für den Weg zum nächsten Gipfel auf der Reise unseres Lebens. Und da gibt es jede Menge interessanter Fragen: Woher nehmen wir die Tatkraft, einen Gipfel zu besteigen? Was ist die Vision, die uns los laufen, ja quasi los rennen lässt? Was ist das, was uns zieht, mutig hinein ins
Und – wie laufen wir? Laufen wir an allen Schönheiten der Natur vorbei, straight unseren Weg, um endlich oben zu sein? Oder schwelgen wir in der prachtvollen Natur und vergießen Freudentränen bei jedem Alpenröschen? Atmen wir die Luft, die uns umgibt, tief beseelt ein? Spüren wir unsere Füße verwurzelt in der Erde? Gehen wir gerne entspannt auf dem Weg oder suchen wir uns links und rechts die besondere Herausforderungen? Planen wir unterwegs schon die nächste Reise oder denken an die letzte zurück? Wie präsent bist du, auf der Reise zum Gipfel? Und dann, wie erlebst du das Ankommen auf dem Berg? Feierst du deinen Erfolg? Geniest du diesen Moment der Entfaltung?
Ähnlich verhält es sich mit den vielen Ideen, Plänen, Träumen und Wünschen, die wir in unserem Leben haben. Wir brauchen dafür eine gute Ausrüstung. Wir brauchen gute Instrumente, um einen realistischen Blick auf uns zu werfen, unsere Stärken und Schwächen zu sehen, unsere Werte zu definieren und zu fühlen, was unsere Bedürfnisse sind. Wir brauchen an manchen Stellen Orientierung inmitten der gelegentlich schroffen und unzugänglichen Bergwelt unseres Lebens, und wir brauchen manchmal vertrauensvolle Begleiter auf den Wegen in schwindelerregender Höhe oder auf schwierigem, steinigem Gelände. Menschen, die mit uns die Reise unseres Lebens reflektieren und uns die nützlichen Fragen stellen, die wir selbst uns nicht stellen konnten, weil unser Blick auf unser Leben voreingenommen war, weil wir es allein nicht schafften, die Perspektive heilsam zu wechseln. Wir brauchen Fragen, die uns plötzlich auf einmal völlig neue Gedanken erlauben und völlig neue Sichtweisen auf bekannte Dinge. Und im besten Fall finden wir dann selbst die unerwarteten Lösungen, die uns spontan befreien, die die Last von uns nehmen, die uns ins Verstehen bringen.
Und hier kommen wir Coaches ins Spiel. Unser Job ist es, die richtigen Fragen zu stellen. Unbequeme Fragen, verrückte Fragen, Fragen, die das Ziel einkreisen wie ein Jäger seine Beute, Fragen, die dich ins Mark treffen und Fragen, die dich zutiefst verstören und über die du dann vielleicht wochenlang nachdenkst. Und – Fragen zu stellen, auf die du keine Antwort weißt, weil es keine Antwort gibt.
Manch alte Glaubenssätze, innere Muster und negative Gedanken führen in uns ein Schattendasein. Und so verstehen wir manchmal nicht, warum wir nicht vorwärts kommen. Manchmal bedeutet Coaching auch, erst einen Exkurs in die wilde Klamm zu machen, dunkle Täler zu durch schreiten, um beim Bild des Wanderns zu bleiben, bevor wir in lichte Höhen finden. Manchmal geht es darum, erst in unserem Körper wirklich anzukommen, Präsenz zu finden, uns zu erden und zu verwurzeln. Manchmal geht es darum, mehr Tatkraft, mehr Mut zu entwickeln, und am besten in den Karpaten erst einmal mit einem wilden Wolf zu kämpfen. Manchmal geht es darum, Dinge loszulassen oder schlicht und ergreifend einfach gar nichts zu tun, inne zu halten.
Wo auch immer du gerade stehst oder gehst, werden wir dich einladen, aus neuen Perspektiven mit Neugier und Mut auf dein Leben zu schauen, Glaubenssätze zu hinterfragen, unbewusste innere Muster und Begrenzungen zu erkennen, für die Erfüllung deiner Bedürfnisse zu gehen und deine Visionen zu leben.